Hafengebiet

Noch ist mit dem Bau der Altreifenverwertungsanlage nicht begonnen worden, die grundsätzliche Bereitschaft des Investors auf ein Alternativgrundstück auszuweichen, beispielsweise  in den umliegenden Chemieparks besteht!

Wir rechnen mit einer zusätzlichen Belastung durch Staub, Quecksilber, Cadmium, Titan, Zinn, Arsen, Chrom, Benzol und auch durch chlorierte Kohlenwasserstoffe wie Dioxin und Furane. Dies wird sowohl vom Investor als auch vom LVA bestätigt. Eine Überprüfung der Grenzwerte erfolgt durch Messung vom Betreiber, diese sind gemäß Genehmigungsbescheid Punkt 5.1.7 jeweils aller drei Jahre dem LVA Referat Immissionsschutz nachzuweisen. Die Abgase in einem Hauskamin werden dahingegen zweimal jährlich durch den Schornsteinfeger geprüft.

Wir fordern die Überarbeitung des Flächennutzungsplans für das Hafengebiet
Wird die Stadt dazu bereit sein?
Selbst im Genehmigungsbescheid des LVA wird darauf hingewiesen, dass „ bei der Aufstellung des Flächennutzungsplan aus der Vergangenheit herrührende Nutzungskonflikte nicht endgültig gelöst wurden, z.B. allgemeines Wohnen wurde als gewerbliche Nutzung beplant“. Im Rahmen der Überarbeitung des Flächennutzungsplans aus dem Jahr 1998 besteht aus unserer Sicht die große Chance, die Interessen potentieller Investoren und die der Anwohner ausgleichend zu berücksichtigen, möglichweise die eine oder andere Idee aus dem „Projekt Stadt am Fluss“ zu verwirklichen und das große Dilemma Hafen Trotha für die Stadt konzeptionell und nachhaltig lösen.

Schauen wir doch nach Hamburg, nach Münster, oder auch nach Tallin oder Kopenhagen, wo alte Speicherhäuser zu phantastischen Wohnquartieren entwickelt wurden, wo sich Gewerbe, Handwerk, Gastronomie, Kunst und Bildung ansiedelt. Von der idealen Lage der Naturschutzgebiete Forstwerder, Franzigmark und unteres Saaletal würden alle profitieren. Halle kann das auch, wenn es der Stadtrat nur will.

Wir sind bereit für den Dialog und leisten als Bürgerinitiative gern unseren Beitrag in diesem Prozess der Veränderung.