Gefährdungen

Akute Gefährdungen

Bei bestimmungsgemäßem Betrieb der Pyrolyx- Anlage ist nicht von akuten Vergiftungen außerhalb der Produktionsanlage auszugehen. Aber bei Störungen können größere Mengen Schwefelwasserstoff freigesetzt werden, die zu toxischen Beschwerden der Bewohner in unmittelbarer Nähe der Anlage führen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Fall eintritt, ist gering.

Chronische Gefährdungen

Die chronischen Gefährdungen sind durch das Freisetzen des krebserregenden Arseniks als Anhydrit der Arsenigen Säure (3,4,5)sehr hoch. Die Krebsrate wird insbesondere in den Einzugsgebieten langsam steigen, wenn der Massenstrom von 150 mg pro Stunde, bezogen auf ArsenigeSäure, überschritten wird. Bei einer Expositionszeit von einem halben Jahr beträgt die Latenzzeit bis zur Tumorbildung nur drei Jahre(4). Es werden Haut- und Lungenkrebse auftreten. Wird Arsenik bzw. seine wässrige Lösung mit der Nahrung aufgenommen, werden auch Magen-, Leber-, Blasen- und Darmkrebse beobachtet werden.
PAHs wiederum können bösartige Tumore des Kehlkopfes und der Lunge hervorrufen(4).
Sowohl bei den Arsenverbindungen als auch bei den PAHs besteht ein gesicherter Kausalzusammenhang zwischen einer Exposition und der Tumorbildung(4).
Das Freisetzen von Schwefeldioxid und der Halogenwasserstoffsäuren wird Beschwerden der Atemwege hervorrufen. Kinder werden besonders betroffen sein.
Bei Blei sind es in erster Linie Wirkungen auf das blutbildende System, insbesondere auf die Hämoglobinsynthese. Aber auch das Nervensystem wird beeinflusst, wobei sowohl der psychologische als auch der neurologische Bereich betroffen sind(2).
Keine eindeutige Dosis-Wirkungsbeziehung lässt sich bei der Exposition von Quecksilber ermitteln. Dennoch ist davon auszugehen, dass Schlaf-, Verhaltens-, Gedächtnis- und sensomotorische Störungen auftreten(2).